Stage "Wies" in Steingaden

Die Trompefreunde hatten in Anknüpfung an die Stages in Wallerfangen und an der Loreley diesmal in das schöne Allgäu eingeladen.
Der Stage fand in der Landesvolkshochschule Wies in Steingaden, in der Nähe der weit über das Allgäu hinaus bekannten Wieskirche, statt.

Im Laufe des späten Donnerstag Nachmittag reisten Stagiaires und Moniteure aus ganz Deutschland, Frankreich, Schweiz und Belgien an. Empfangen wurden alle in gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen. Nach einem ersten freudigen Wiedersehen bzw. Kennenlernen erfolgte die Zimmerverteilung.
Die Unterbringung in Doppel- bzw. Einzelzimmern mit eigenem Bad war von sehr hohem Standard. Auch die Verpflegung mit täglich 4 abwechslungsreichen und schmackhaften Mahlzeiten war exzellent.

Die von manchem Stagiaire gefürchtete und ansonsten bei Stages übliche Moulinette blieb aus. Stattgessen trafen wir uns nach dem Abendessen am Waldesrand und ließen die Trompe de Chasse erklingen.
Moniteure und Stagiaires wärmten sich mit einigen kleinen Übungen auf, um dann noch einige Zeit gemeinsam und spontan in kleinen Gruppen die Trompe durch den Wald schallen zu lassen.
Aber das ”Dicke Ende” sollte noch am gleichen Abend kommen.
Die Sonneur waren mittlerweile alle nach gelöstem Einblasen im Bierstüberl angekommen, um das ein oder andere Gläschen in angenehmer Runde zu trinken und das Wiedersehen - welches immer wieder schön ist auf Stages - in gemütlicher Runde zu feiern.
Hubert Klein “unterbrach” die gemütliche Runde mit der Ankündigung der Moulinette. Doch es wurde dann eine Moulinette der besonderen Art, bei der alle Stagiaires ohne den Stress beim Einzeln-Vorblasen ihre Erwartungen, Wünsche und Ziele für den Stage äußerten.

Die Moniteure Hubert Klein, Freddy Müllenbach, Stan Getz und Frank Schubbert werteten die Runde aus und formten für die nächsten Tage entsprechende Übungseinheiten.
Der Wettergott hatte ein Einsehen und es regnete lediglich nachts oder während der Essenszeiten. So konnten alle Übungseinheiten im Freien stattfinden. Die Moniteure demonstrierten unermüdlich die Details in den Übungseinheiten zu Atmung, Stütze, Piqué, Tayaut, 1. und 2. Stimme, Bass und Radouci.
Nach getaner Arbeit trafen sich abends alle gemeinsam im Bierstüberl, um sich auszutauschen und gemeinsam zu singen.

Da der Stage fast neben der bekannten Wieskirche stattfand, war der Besuch und die Besichtigung der Kirche für alle schon fast ein Muss.
Winfried Albertshauser führte die Gruppe und erläuterte bereits auf dem kleinen Spaziergang einzelne Stationen des Weges und den äußeren Anblick der Kirche.
Er führte uns mit ausführlichen Erklärungen durch die Kirche und hauchte ihr mit seinen Erzählungen Leben ein. Als besonders schönen Abschluss der Führung in der Kirche blies Hubert Klein das Ave Maria.
Die Besucher der Kirche waren begeistert und so war es nicht verwunderlich, dass die Trompe-Stücke, die dann noch vor der Wieskirche geblasen wurden die Besucher nach draußen lockte.

Ein weiterer Höhepunkt des Stages war der Besuch des Präsidenten der FITF, Antoine de la Rochefoucault, der extra aus Frankreich angereist war, um die Trompefreunde zu besuchen. Es fand ein reger Austausch statt und der Präsident wurde vor der Abreise mit “seiner Fanfare” und „Les Honneurs“ verabschiedet.

Für den Abschlusstag des Stages hatten sich Christine und Frank etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Wir fuhren mit einem Sessellift auf den Buchenberg und genossen bei strahlendem Sonnenschein das Bergpanorama. Den Gleitschirmseglern konnten wir zusehen wie es talabwärts ging. Wir bliesen einige schöne Stücke gemeinsam und es war schon ein besonders beeindruckendes Erlebnis die Trompe in den Bergen erklingen zu lassen.

Wenn sich auch die Organisatoren sicher gerne mehr Stagiaires gewünscht hätten, so bleibt doch festzuhalten, dass es der kleinen Gruppe an Stagiaires und Moniteuren nicht an gemeinsamen Streben beim Trompe blasen oder an guter Laune und Geselligkeit mangelte. Die Menge macht‘s eben doch nicht immer aus.

Ein großer Dank an die Organisatoren Christine, Frank und Klaus-Martin für all die Mühe im Vorfeld und während des Stages, an Winfried Albertshauser für die Führung und an die Moniteure Helmut Klein, Freddy Müllenbach
und Stan Getz für die interessanten Übungseinheiten und die Geduld.

Liebe Grüße aus Belgien und bis bald
        Andrea