Blastechnik

Auf zwei hervorstechende Merkmale sei jedoch hingewiesen. Das sind die tayautierten Töne und das extreme Vibrato.

Bei den tayautierten Tönen handelt es sich um eine Imitation des Hundegeläutes der Hundemeute auf dem Instrument, in der Regel um ein übergangsloses kurzfristiges Anheben eines Tones um eine Terz. Wann und wo in einer Melodienführung tayautierte Töne angewandt werden, unterliegt der Gesetzmäßigkeit der im stil der vénérie interpretierten Melodien.

Weiter auffallend ist das extreme Vibrato, unsere französischen Freunde nennen das Ondulation, das durch die gesamte für dieses Instrument geschriebene Musikliteratur führt.

Alle die voran beschriebenen Eigenheiten, die Klangcharakteristik des Instrumentes und die Interpretation der Melodien sind für den Zuhörer zunächst gewöhnungsbedürftig. Man muss sich Einhören in die Klangwelt der trompe de chasse, um letztlich verliebt zu sein, oder gar süchtig davon zu werden. Kein Text könnte dieses unwiderstehliche Gefühl von der Liebe zu der trompe de chasse deutlicher wieder geben, als das französische Lied:

J’aime le son du cor le soir au fond des bois,
soit qu' il chante les pleurs de la biche aux bois,
ou l’adieu du chasseur que l'écho faible accueille
et que le vent du nord porte de feuille en feuille.
Que de fois, seul dans l’ombre à minuit demeuré,
j’ai souri de l’entendre, et plus souvent pleuré!
Car je croyais ouir de ces bruits prophétiques
Qui précédaient la mort des paladins antiques.

Quelle: Wikipedia