Klang

Wird man nun als Zuhörer zum ersten Mal mit dem Klang der Trompe de chasse konfrontiert, sei es auf der Jagd, oder im Konzertsaal, so mutet sowohl die Klangcharakteristik, als auch die Art der Interpretation der vorgetragenen Melodien recht fremd an. Das hat verschiedene Ursachen. Unser abendländisches Musikempfinden ist vorwiegend auf der temperierten (gleichschwebenden) Stimmung aufgebaut. Bei der Naturtonreihe handelt es sich um eine Partialtonreihe. Wir haben demzufolge bei einigen Tönen (besonders auffallend bei Verbindungen des 7. oder 11. Teiltones mit benachbarten Tönen) das Gefühl, die Naturtöne entsprechen nicht den uns gewohnten Frequenzen. Weiter erscheint uns die „D“-Grundstimmung fremd. In der deutschen jagdlichen Signalsprache sind wir an eine „B“-Grundstimmung gewöhnt. Dazu kommt, bei der Trompe de chasse noch die enge Mensur des Instrumentes, die diesen starken metallischen (obertonreichen) Klang erzeugt.

Ein weiterer befremdlicher Eindruck entsteht durch die Art der Interpretation der Jagdsignale. Was sich oft als nicht gekonnt anhört, ist höchste Perfektion einer nur in Frankreich auf der trompe de chasse dargebrachten Vortragsweise. Man nennt dies den ton de vénérie „Ton der Jagdreiterei“. Die 16 Bestandteile des ton de vénérie hier zu erklären würden den Rahmen dieses Artikels sprengen.

Quelle: Wikipedia