Peter Kötz

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Am 24. August 2010 ist Peter Kötz von uns gegangen. Die Gemeinschaft der Trompe-Bläser in Deutschland trauert um einen Ihrer Väter, der dieses wunderbare Instrument in den siebziger Jahren wieder nach Deutschland brachte und mit seinem selbstlosen Engagement hier verwurzelte. Ohne sein Wirken wäre die Trompe de Chasse in Deutschland heute nicht das, was sie ist. Er hat mit selbstlosem Engagement eine Basis geschaffen, von der alle seine Nachfolger und Trompe-Bläser bis heute profitieren.

Hiermit möchten wir sein Lebenswerk in kurzen Worten schildern und würdigen:

Seine bläserische Laufbahn startete Peter Kötz bereits 1960, und so erinnern wir uns daran, dass er sein Brevet du Sonneur classé – die Grundprüfung eines jeden Trompe-Bläsers - bereits 1966 ablegte.

Am 27. April 1974, um 10:00 Uhr, versammelten sich 24 aktive Trompe-Bläser aus Deutschland im Jagdschloß Kranichstein bei Darmstadt. Das war die Geburtsstunde der deutschen Landesgruppe innerhalb der „Fédération Internationale des Trompes de France“. Initiator der Versammlung war Peter Kötz, der den Angereisten zunächst die Ergebnisse einer von ihn durchgeführten Fragebogenaktion präsentieren konnte. Danach gab es 1974 bereits 45 aktive Trompe-Bläser in Deutschland, von denen 21 aktive Reiter und 29 Jagdscheininhaber waren. 6 Bläser waren bereits im Besitz des Brevet du Sonneur Classé. Als Gruppen hatten sich die „Parforcehornbläsergruppe Erftland“, die „Parforcehornbläsergruppe Rembrücken“ und der „Saarländische Parforcehornkreis Saarlouis“ formiert.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war unter anderem die Wahl eines Delegierten, der Deutschland bei der F.I.T.F. vertritt. Die Wahl fiel auf Peter Kötz, dem ersten gewählten Vertreter der Trompe in Deutschland, der sich von da an mit noch größerem Eifer für die Trompe engagierte und ihr bis zuletzt treu geblieben ist.

Ab der Gründung der deutschen Landesgruppe ging es mit den bläserischen Erfolgen unserer Landsleute aufwärts. Der Erfolg der systematisch von Peter Kötz ein- und durchgeführten Bläserlehrgänge machte sich bemerkbar. Diese Lehrgänge fanden unter anderem in Emmendingen, Tübingen, Wallerfangen, auf Burg Guttenberg, Burg Hornberg, dem Schloß Kranichstein und in Menzingen statt. Durch sein Wirken konnten auch deutsche Trompe-Bläser erstmals Erfolge auf den Wettbewerben in Frankreich erzielen und die deutsche Sektion der F.I.T.F. wurde international anerkannt.

Ebenso organisierte Peter Kötz zahlreiche Konzerte an verschiedenen Orten und vor 5 Jahren veröffentlichte er einen sehr fachlich und inhaltlich sehr wertvollen Artikel über die Trompe de Chasse im Mitteilungsblatt der Fédération Internationale des Trompes de France.

Am 24. April 2004 wurde ihm in Wallerfangen die „Medaille d’Or“, die höchsten Auszeichnung der F.I.T.F. vom damaligen Délégué Frank Schubbert verliehen. Frank Schubbert und Marie-Luise Paquet dankten Peter im Namen des Präsidenten der F.I.T.F für seine herausragenden Leistungen und sein Engagement für die Trompe de Chasse.

Wir werden Peter Kötz stets ein würdiges Andenken erhalten und möchten seiner Witwe Elfriede Kötz, die ihn auf allen seinen Wegen begleitet und unterstützt hat, unser tiefstes Mitgefühl ausdrücken.

In stiller Trauer,
Frank Schubbert

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